Galluskirche Brenz an der Brenz


Öffnungszeiten der Kirche: Jeden Tag, tagsüber

Kirchenführungen:

Die Besichtigung unserer Galluskirche durch Reisegruppen ist nur nach Voranmeldung möglich.
Kirchenführerin ist Katrin Kienzle, Tel. 07325/5552, E-Mail: karakibrenz@gmx.net

 

Die Kirche in Brenz nimmt unter den Kirchen unserer Gemeinde, ja sogar unseres Landes, eine Sonderstellung ein.
Bei der Renovierung 1964/66 konnte auch die erste Holzkirche (Ende 6./Anfang 7.Jh.) nachgewiesen werden.
Sie wurde von einem alamannischen Adeligen als "Eigenkirche" gestiftet. Sein Grab wurde im Inneren dieser Kirche
mit Grabbeigaben gefunden, die auf die Übergangszeit zum Christentum hinweisen. Bei der damaligen archäologischen
Untersuchung wurden auch Fundamente aus der Zeit der Römer (90 bis 260 n. Chr.) gefunden. Zu Beginn des 8. Jh.
entstand die erste Steinkirche, die bis zum 12. Jh. mehrmals erweitert wurde. König Ludwig der Deutsche schenkte
875 die "capella ad prenza" seinem Kaplan Luitprand für das Klösterlein in Faurndau. In dieser Schenkungsurkunde
wird Brenz zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Bereits 895 gehen Brenz und Faurndau in den Besitz des Klosters
St. Gallen über. Seit dieser Zeit ist wohl der Hl. Gallus der Kirchenpatron der Brenzer Kirche. Die heutige Kirche
wurde im späten 12. Jh. als Pfeilerbasilika begonnen. Durch die Besitzveränderungen hat sich auch eine Planveränderung
ergeben, die zur heutigen Kirche führte. (Text: Hans Weiss)

Das Chorfenster zeigt, als Blickfang für die Gemeinde, den erhöhten Herrn über den sieben Geistern thronend.

Säulenportal im Paradies.
Der Südeingang ist besonders prächtig gestaltet. Das Portal entstand 1230/40, dagegen ist das Tympanon (Mittelfeld) ca. 60 Jahre älter.Es stellt Christus dar, mit segnend erhobener Rechten, die Linke auf das Buch gestützt. Ihm zur linken Seite Maria und zur rechten Seite Johannes.

DieGalluskirche gehört zu den schwäbischen Schmuckkirchen der Spätromanik. Etwa 105 m Rundbogenfries ziert das Äußere der Kirche. Es sind Darstellungen von Menschen, Tieren, Pflanzen, Ornamenten und sonstigen Figuren fantasievoll dargestellt. Uns fällt heute die Deutung schwer. Sollten Sie die bösen Geister abwehren von den Menschen, die in der Kirche Schutz suchten?
Der bärtige Mann im Bild rechts, soll den Steinmetzen, des Ende des 19. Jh. vollendeten Baus, zuweilen Most und Brot gebracht haben. Der Dank dafür war die Verewigung im Fries der Kirche.
Säulenportal des Haupteinganges
Über dem Südeingang thront Gott-Vater, der die Menschen die zum Glauben fanden segnet.

 

Im Kircheninneren beeindrucken die Arkadenreihen mit den Würfelkapitellen der Säulen. Jedes ist mit seinem Tier-, Blatt-, und Rankenornamenten anders gestaltet. Die beiden Achteckpfeiler in den Säulenreihen zeugen von einer baulichen Umplanung während der Bauzeit.
Der älteste Grabstein ist der des Sebold von Brenz (1190-1200).
Durch die Innschrift als Kreuzfahrer ausgewiesen.
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Das Kirchenhauptschiff